Deborah „Debbie“ Sassen war acht Jahre alt, als sie am 13. Februar 1996 nach der Schule in Düsseldorf-Wersten verschwand. Ihr Heimweg war weniger als einen Kilometer lang. Trotzdem kam sie nie zu Hause an. Bis heute wurden weder ihre sterblichen Überreste gefunden noch wurde ein Täter verurteilt.
Table of Contents
Der Fall ist 2026 wieder besonders aktuell. Polizei und Staatsanwaltschaft verfolgen neue Ermittlungsansätze und haben einen konkreten männlichen Verdächtigen im Visier. Mehrere Objekte wurden durchsucht und mögliche Beweismittel sichergestellt. Gleichzeitig bleibt vieles offen. Ein DNA-Vergleich mit dem ebenfalls ungeklärten Mordfall Claudia Ruf brachte im August 2026 keine Verbindung zwischen den mutmaßlichen Tätern.
Nicht zu verwechseln ist die vermisste Deborah Sassen mit einer gleichnamigen internationalen Finanz- und Business-Coachin. Bei deutschen Suchanfragen nach „Debbie Sassen“ steht derzeit vor allem der Düsseldorfer Vermisstenfall im Mittelpunkt.
Wer ist Debbie Sassen?
Debbie Sassen heißt vollständig Deborah Sassen. Sie lebte als Kind in Düsseldorf und besuchte eine Grundschule am Rheindorfer Weg im Stadtteil Wersten.
Am Tag ihres Verschwindens war Debbie acht Jahre alt. Vereinzelte Medienberichte haben ihr Alter später falsch angegeben. Die Angaben der Polizei Düsseldorf sind eindeutig: Deborah war beim Verschwinden acht Jahre alt.
Die wichtigsten bekannten Fakten im Überblick:
| Merkmal | Bekannte Information |
|---|---|
| Name | Deborah „Debbie“ Sassen |
| Alter beim Verschwinden | 8 Jahre |
| Verschwunden seit | 13. Februar 1996 |
| Ort | Düsseldorf-Wersten |
| Letzter bekannter Bereich | Umfeld ihrer Grundschule |
| Entfernung nach Hause | weniger als 1.000 Meter |
| Ermittlungsstand | Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus |
| Stand 2026 | konkreter männlicher Verdächtiger, Ermittlungen laufen |
Debbie wurde nach dem Verlassen ihrer Schule nicht mehr zuverlässig gesehen. Persönliche Gegenstände, die eine eindeutige Erklärung ihres Verschwindens geliefert hätten, führten ebenfalls nicht zur Aufklärung.
Was geschah am 13. Februar 1996?
Debbie hatte am Vormittag ihre Schule in Düsseldorf-Wersten besucht. Nach dem Unterricht machte sie sich auf den Weg nach Hause.
Nach den rekonstruierten Abläufen bemerkte sie zunächst, dass sie etwas vergessen hatte, und kehrte noch einmal zur Schule zurück. Danach verließ sie das Schulgelände erneut. Gegen 12 Uhr wurde sie zuletzt gesehen.
Der Weg zwischen der Schule und ihrem damaligen Zuhause betrug weniger als einen Kilometer. Normalerweise hätte Debbie dafür nur kurze Zeit gebraucht.
Doch sie kam nicht an.
Als klar wurde, dass das Mädchen verschwunden war, begann eine große Suche. Polizei und Helfer durchsuchten die Umgebung. Auch Gewässer und Grundstücke wurden überprüft. Hinweise aus der Bevölkerung wurden ausgewertet.
Trotz des enormen Aufwandes gab es keinen entscheidenden Fund. Weder Debbie selbst noch ein eindeutig mit ihrem Verschwinden verbundener Täter wurden gefunden.
Warum geht die Polizei von Mord aus?
Der Fall wurde zunächst als Vermisstenfall behandelt. Mit zunehmender Dauer und nach Auswertung der bekannten Umstände kamen die Ermittler jedoch zu einer anderen Einschätzung.
Die Polizei Düsseldorf geht inzwischen davon aus, dass Deborah Sassen Opfer eines Gewaltverbrechens wurde und getötet worden sein dürfte.
Das bedeutet nicht, dass jeder einzelne Ablauf des Tattages bekannt wäre. Viele entscheidende Fragen sind weiterhin offen. Es bedeutet vielmehr, dass die Ermittler nach ihrer bisherigen Arbeit ein freiwilliges Verschwinden oder ein späteres unbekanntes Leben Debbies nicht als wahrscheinlich ansehen.
Die Akte wurde deshalb auch nach Jahrzehnten nicht geschlossen. Der Fall wird als Cold Case weiterbearbeitet.
Für Mord gibt es in Deutschland keine Verjährung. Auch eine Tat aus dem Jahr 1996 kann deshalb Jahrzehnte später noch strafrechtlich verfolgt werden, wenn genügend Beweise gegen eine bestimmte Person vorliegen.
Was hat sich 2026 im Fall Debbie Sassen verändert?
Nach vielen Jahren ohne öffentlichen Durchbruch kam Anfang 2026 deutlich Bewegung in die Ermittlungen.
Am 26. und 27. Januar 2026 durchsuchten Mitglieder der Mordkommission gemeinsam mit weiteren Polizeikräften und Spezialisten des Bundeskriminalamts mehrere Häuser und Wohnungen in Düsseldorf.
Dabei wurden mögliche Beweismittel sichergestellt. Die Gegenstände mussten anschließend technisch und kriminalistisch ausgewertet werden.
Zusätzlich untersuchten die Ermittler eine Sickergrube. Dort hofften sie offenbar auf Hinweise zum Verbleib Debbies. Sterbliche Überreste des Kindes wurden jedoch nicht gefunden.
Im März 2026 folgten weitere Suchmaßnahmen in Düsseldorf-Wersten. Unter anderem wurde der Betonboden einer Gartenhütte geöffnet und Erdreich untersucht. Auch diese Suche führte nicht zum Fund von Debbie.
Die Entwicklung ist trotzdem bedeutsam. Anders als in vielen früheren Jahren handelt es sich nicht nur um eine allgemeine erneute Prüfung alter Akten. Die Behörden verfolgen inzwischen konkrete Ermittlungsansätze.
Mher Lesen: Emma Watson Vermögen 2026: Wie reich ist der „Harry Potter“-Star wirklich?
Gibt es einen Verdächtigen im Fall Debbie Sassen?
Ja. Seit 2026 haben die Ermittler einen konkreten männlichen Verdächtigen im Visier.
Seine Identität wurde öffentlich nicht bekannt gegeben. Auch nähere persönliche Angaben werden von Polizei und Staatsanwaltschaft aus ermittlungstaktischen Gründen zurückgehalten.
Ein wichtiger Punkt wurde inzwischen ausdrücklich klargestellt: Der Verdächtige stammt nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht aus dem familiären Umfeld von Debbie.
Diese Klarstellung ist wichtig, weil zwischenzeitlich eine gegenteilige Information verbreitet worden war. Der WDR korrigierte die entsprechende Darstellung nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft.
Über die Rolle des Mannes am Tag von Debbies Verschwinden ist öffentlich nur wenig gesichert bekannt. Deshalb wäre es falsch, Vermutungen über seine Identität, seinen Beruf oder seine Beziehung zu Debbie als Tatsachen darzustellen.
Ebenso wichtig ist die rechtliche Einordnung: Ein Verdacht ist noch kein Beweis für eine Schuld. Nach dem öffentlich bekannten Ermittlungsstand ist keine rechtskräftige Verurteilung erfolgt.
Was hat der Fall Claudia Ruf mit Debbie Sassen zu tun?
Eine weitere Spur führte die Ermittler zu einem zweiten bekannten Cold Case aus Nordrhein-Westfalen.
Nur wenige Monate nach Debbie verschwand im Mai 1996 die elfjährige Claudia Ruf aus Grevenbroich-Hemmerden. Ihre Leiche wurde zwei Tage später gefunden. Die Ermittler stellten Jahrzehnte später mithilfe moderner Untersuchungsmethoden Täter-DNA sicher.
Zwischen beiden Fällen gab es auffällige Gemeinsamkeiten. Beide Opfer waren Mädchen. Beide verschwanden 1996. Zudem liegen die damaligen Wohnorte vergleichsweise nah beieinander und sind über wichtige Verkehrswege miteinander verbunden.
Deshalb wurde geprüft, ob möglicherweise derselbe Täter für beide Taten verantwortlich sein könnte.
Im August 2026 wurde dazu ein wichtiges Ergebnis bekannt: Die DNA-Probe des Verdächtigen im Fall Debbie Sassen stimmt nach Angaben der zuständigen Staatsanwaltschaft nicht mit der Täter-DNA aus dem Fall Claudia Ruf überein.
Damit gibt es derzeit keinen DNA-Beleg dafür, dass der Verdächtige im Fall Sassen auch Claudia Ruf getötet hat.
Das Ergebnis klärt den Fall Debbie jedoch nicht. Es schließt lediglich diese konkrete Verbindung zum Fall Ruf aus.
Wie ist der aktuelle Ermittlungsstand im September 2026?
Der Fall Debbie Sassen ist weiterhin ungeklärt.
Nach dem zuletzt öffentlich bestätigten Stand bestehen mehrere wichtige Punkte gleichzeitig:
Die Ermittler gehen von einem Tötungsdelikt aus. Sie haben einen konkreten männlichen Verdächtigen. Anfang 2026 wurden mehrere Objekte durchsucht und Gegenstände sichergestellt. Weitere Suchmaßnahmen im März führten nicht zum Fund von Debbies sterblichen Überresten.
Im August 2026 teilten die Behörden außerdem mit, dass die Auswertung älterer Speichermedien weiterhin viel Zeit beansprucht.
Der überprüfte Zusammenhang mit Claudia Ruf konnte durch den DNA-Abgleich nicht bestätigt werden.
Damit gibt es heute deutlich mehr konkrete Ermittlungsaktivität als noch vor einigen Jahren. Von einer Aufklärung des Falls kann aber weiterhin nicht gesprochen werden.
Vor allem diese Fragen sind offen: Was genau geschah nach Debbies Verlassen der Schule? Wo befindet sich das Mädchen beziehungsweise wo befinden sich mögliche sterbliche Überreste? Welche Bedeutung haben die 2026 sichergestellten Gegenstände? Und reichen die Ermittlungen irgendwann für einen beweisbaren Tatvorwurf gegen eine bestimmte Person?
Solange Polizei und Staatsanwaltschaft dazu keine bestätigten Ergebnisse veröffentlichen, wären weitergehende Aussagen Spekulation.
Warum ist der Fall nach 30 Jahren noch immer relevant?
Der Fall zeigt, warum alte ungeklärte Tötungsdelikte auch Jahrzehnte später weiter untersucht werden.
Technische Möglichkeiten verändern sich. Alte Datenträger können neu untersucht werden. DNA-Verfahren werden besser. Zeugenaussagen können nach neuen Hinweisen erneut bewertet werden. Auch Zusammenhänge mit anderen Verfahren lassen sich heute teilweise anders prüfen als in den 1990er-Jahren.
Entscheidend ist aber, zwischen einem neuen Ermittlungsansatz und einem tatsächlichen Durchbruch zu unterscheiden.
Eine Durchsuchung bedeutet nicht automatisch, dass ein Täter gefunden wurde. Ein Verdächtiger ist nicht automatisch schuldig. Und eine sichergestellte Spur ist erst dann entscheidend, wenn ihre Bedeutung zuverlässig festgestellt werden kann.
Gerade beim Fall Debbie Sassen ist diese Trennung wichtig, weil das große öffentliche Interesse leicht zu Spekulationen führen kann.
Wer aus der Zeit des Verschwindens noch relevante Beobachtungen kennt, sollte sich nicht auf Diskussionen im Internet beschränken. Hinweise gehören direkt zur zuständigen Kriminalpolizei.
Häufige Fragen zu Debbie Sassen
Wann verschwand Debbie Sassen?
Debbie Sassen verschwand am 13. Februar 1996 in Düsseldorf-Wersten.
Wie alt war Debbie Sassen damals?
Deborah Sassen war acht Jahre alt. Die Polizei Düsseldorf nennt dieses Alter ausdrücklich.
Wo wurde Debbie Sassen zuletzt gesehen?
Sie wurde nach dem Schulbesuch im Bereich ihrer Grundschule in Düsseldorf-Wersten zuletzt gesehen. Ihr Zuhause lag weniger als einen Kilometer entfernt.
Wurde Debbie Sassen gefunden?
Nein. Nach dem öffentlich bekannten Stand bis September 2026 wurden weder Debbie noch ihre sterblichen Überreste gefunden.
Gibt es einen Verdächtigen?
Ja. Die Ermittler haben seit 2026 einen konkreten männlichen Verdächtigen im Visier. Seine Identität wurde nicht veröffentlicht.
Ist der Verdächtige ein Familienmitglied von Debbie?
Nein. Die Staatsanwaltschaft stellte klar, dass der Verdächtige nicht aus ihrem familiären Umfeld stammt.
Hängen die Fälle Debbie Sassen und Claudia Ruf zusammen?
Ein Zusammenhang wurde geprüft. Ein im August 2026 bekannt gewordener DNA-Abgleich zeigte jedoch, dass die DNA des Verdächtigen im Fall Sassen nicht mit der Täter-DNA im Fall Claudia Ruf übereinstimmt.
Debbie Sassen bleibt einer der bekanntesten ungelösten Fälle Düsseldorfs
Drei Jahrzehnte nach dem Verschwinden von Deborah „Debbie“ Sassen gibt es weiterhin keine vollständige Antwort darauf, was dem achtjährigen Mädchen geschah. Der Fall ist jedoch nicht vergessen.
Die Entwicklungen des Jahres 2026 sind bedeutend: Ein konkreter Verdächtiger steht im Fokus, mehrere Durchsuchungen wurden durchgeführt und Beweismittel werden ausgewertet. Gleichzeitig hat sich eine mögliche Verbindung zum Mord an Claudia Ruf durch den DNA-Vergleich nicht bestätigt.
Deshalb gilt weiterhin: Neue Ermittlungen sind ein Fortschritt, aber noch keine Aufklärung. Belastbare Antworten können nur Polizei, Staatsanwaltschaft und gegebenenfalls ein späteres Gerichtsverfahren liefern.
Wer tatsächlich eigene Informationen aus dem Jahr 1996 oder zu den damaligen Umständen besitzt, sollte diese direkt der zuständigen Polizei mitteilen. Auch nach Jahrzehnten kann ein scheinbar kleines Detail für Ermittler wichtig sein.
Die zentralen Angaben zum Verschwinden, der Einschätzung als mutmaßliches Tötungsdelikt und den Durchsuchungen 2026 wurden mit Veröffentlichungen der Polizei Düsseldorf abgeglichen. Der jüngste öffentlich auffindbare Sachstand zur DNA-Prüfung stammt vom 17. August 2026.

